Über das Buch

Nachdem er einen schrecklichen Unfall verursacht hat, flieht der 40jährige Benjamin aus der Stadt zu seinem Vater in ein kleines Dorf im Sauerland. Hier hat er als Kind seine Sommerferien verbracht, hat in den Geschwistern Gideon, Lea und Hanna Freund*innen gefunden und sich in Hanna verliebt.

Als er jetzt 25 Jahre später zurückkehrt, scheint sich im Dorf wenig verändert zu haben: Damals wie heute wird das Leben von der ortsansässigen vangelikalen Sekte bestimmt. Allerdings ist die früher wie aus der Zeit gefallen wirkende Gemeinschaft inzwischen bestens mit Rechtsradikalen vernetzt. Auch Benjamins Freund Gideon, mit dem er als Teenager erste sexuelle Erfahrungen sammelte, hat sich radikalisiert. Und Lea hetzt als tradwife im Netz gegen Geflüchtete – und gegen die Buchhändlerin im Ort.

Benjamin gelingt es lange, die Gefahr, die von ihnen und der Gemeinde ausgeht, zu verdrängen. Mit Kopfhörern auf den Ohren bewegt er sich wie ein Schlafwandler durch die Geschichte, hört die Lieder, die Gideon und ihm früher Zuflucht boten, und verliert sich in Erinnerungen.

Erst als es fast zu spät ist, wird er wach.

Ein Roman über Verluste, die sich nicht verwinden lassen, und die unerbittliche Sehnsucht nach Zugehörigkeit.

450 Seiten
erschienen bei Picus
978-3711721464

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